Ein namhafter Hersteller aus der Kosmetikbranche nutzt nach der Öffnung der osteuropäischen Märkte die Chancen, dort eigene Produktions- und Vertriebsstrukturen aufzubauen. Mit Erfolg: In den ersten vier Jahren steigen die Produktions- und Verkaufszahlen kontinuierlich, auch wenn die Auslandsgesellschaft angesichts der hohen Investitionskosten noch nicht die Gewinnzone erreicht. Das Konzernmanagement geht davon aus, dass der gewünschte Return on Investment mit steigendem Bekanntheitsgrad der Marken, wachsenden Marktanteilen und zunehmender Kaufkraft der Menschen in Osteuropa schnell einsetzen wird. Doch in den folgenden zwei Jahren stagnieren die Absätze, so dass das Unternehmen wegen der ausbleibenden Gewinne immer stärker unter Druck gerät.
Da keine ökonomische Begründung für den Misserfolg gefunden wird, schaltet die Konzernzentrale Prevent ein, um der Sache auf den Grund zu gehen. Die Lösung ist bald gefunden: Produktfälschungen „verstopfen“ den Markt. Fast originalgetreue Kopien der Premium-Marken des Kosmetik-Herstellers von erstaunlicher Qualität werden zu Dumping-Preisen verkauft. Die umfangreichen und komplexen Recherchen, die Prevent vor Ort anstellt, führen auch zur Identifikation der Produktfälscher. Nun können rechtliche Schritte eingeleitet werden.