Millionenschaden durch Untreuefall bei Ford
Köln - Ein Betrugs- und Untreuefall mit Millionenschaden bei den Kölner Ford-Werken beschäftigt zurzeit offenbar die Staatsanwaltschaft.
Nach einem Bericht der «Saarbrücker Zeitung» (Freitagausgabe) soll ein saarländischer Unternehmer für Umbauten in Ford-Werken von 2004 bis 2009 überhöhte Rechnungen gestellt haben, die vier Ford-Beschäftigte wider besseres Wissen abzeichneten. Dafür seien über zwei Millionen Euro an die Mitarbeiter geflossen. Unter anderem sollen Umbauarbeiten an Privathäusern, Neuwagen, acht Jagdhochsitze und die Sanierung eines Hundezwingers finanziert worden sein. Ein Kölner Ford-Sprecher bestätigte die Ermittlungen, wollte zu Details unter Hinweis auf die noch laufenden Ermittlungen aber nichts sagen. «Ford nimmt diese Vorgänge sehr ernst. Wir arbeiten sehr eng mit den ermittelnden Behörden zusammen.
In dem vorliegenden Fall besteht der dringende Verdacht, dass Straftatbestände erfüllt sind und die bestehenden strengen internen Regeln und die Geschäftsgrundsätze missachtet wurden», hieß es in einer am Donnerstagabend verbreiteten Erklärung des Unternehmens. An dem Fall arbeiteten die Landeskriminalämter Saarbrücken und Düsseldorf, so der Ford-Sprecher.









