Österreich: Korruption kostet 26 Milliarden Euro
Laut Berechnungen des Linzer Volkswirtschafters Friedrich Schneider verursacht Bestechung in Österreich einen Schaden von fast zehn Prozent der Wirtschaftsleistung. Die Wahrnehmung von Korruption nimmt zu, berichtet Wolfgang Sablatnig auf der österreichischen Internet-Plattform tt.com am 30. Mai. Auszüge:
Korruption vermindert die Produktivität der Volkswirtschaft, weil bei öffentlichen – und auch privaten – Aufträgen nicht der Bestbieter zum Zug kommt. Korruption vertreibt Spezialisten aus dem Land, weil ihre Arbeitsbedingungen nicht mehr passen. (...)
Der Linzer Volkswirt Friedrich Schneider versucht, diese negativen Auswirkungen in Zahlen auszudrücken und kommt dabei zu einem erschreckenden Ergebnis. Der Schaden durch Korruption in Österreich werde heuer rund 26 Milliarden Euro betragen, sagte er gestern beim Anti-Korruptionstag des Bundesamtes für Korruptionsbekämpfung in Wien. Diese 26 Milliarden Euro entsprechen fast zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts.
„Es lohnt sich, Korruption zu bekämpfen. Der volkswirtschaftliche Schaden ist beträchtlich“, so der Experte, der sich auf eigene Berechnungen und den Korruptionswahrnehmungsindex von Transparency International stützt. Österreich ist in diesem Index in den vergangenen Jahren zurückgefallen. Von Rang zehn unter den besten Staaten auf aktuell (2009) Rang 16. (...)









